Durchstarten in Ausbildung und Arbeit - Innovation (Baustein 5)

Durchstarten in Ausbildung und Arbeit Tools für Betriebe und arbeits- bzw. ausbildungssuchende Geflüchtete: Digital Brücken bauen

Das innovative Projekt „Digital Brücken bauen“ ist Teil der Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ und wird gemeinsam vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration getragen.

Projektziel

Im Rahmen eines Innovationsfonds werden kreative Projektideen und modellhafte Einzelvorhaben gefördert, die das Ziel haben, Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit zu bringen und Betriebe bei ihrer Ausbildung und Beschäftigung zu unterstützen.

Das Sozialwerk Aachener Christen e.V. führt gemeinsam mit der Picco Bella gGmbH und dem Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung e.V. (VabW) das Projekt durch. Es zielt darauf ab, einen unterstützenden Beitrag zur erfolgreichen Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Erwerbstätigkeit zu leisten. Dazu werden Tutorials / Lernvideos erstellt, die übertragbar bzw. nutzbringend und entlastend für möglichst viele Betriebe und deren Mitarbeitende sind. Sie sollen helfen, die Ausbildung und Arbeit einfacher und effizienter zu gestalten und vor allem zu stabilisieren.

Kurzprofil

Der Anteil der geflüchteten Menschen, die eine Ausbildung vorzeitig abbrechen, ist in vielen Ausbildungsbezirken höher als unter den Einheimischen. Unternehmen sehen nach wie vor als größtes Hemmnis mangelnde Deutschkenntnisse sowie mangelnde berufliche Fachkennnisse. Hinzu kommt, dass vor dem Hintergrund begrenzter Zeitressourcen und tendenziell komplexer werdender Aufgaben auf Seiten der Ausbildungsverantwortlichen oftmals Informationen und Anweisungen nicht adressatengerecht aufbereitet bzw. vermittelt werden können.

Tutorials / Lern- und Erklärvideos können hier einen Beitrag leisten, die Ausbildungsverantwortlichen im Rahmen der Weitergabe von Standardinformationen bzw. bei Routineprozessen zu entlasten und den geflüchteten Auszubildenden die Möglichkeit eröffnen, sich selbstständig mit geringem Zeitaufwand die relevanten Informationen bzw. das Wissen anzueignen.

Im Rahmen des Projektes sind folgende Prozessphasen vorgesehen:

 

Schließlich sollen adressatengerechte Videos den nicht muttersprachlichen Auszubildenden bestehende Unsicherheiten nehmen. Dahingehend sollen die Unternehmen grundsätzlich ihre Kommunikationsstrategie ausrichten.

Das Projekt hat die Laufzeit vom 1.6.2020 (ist noch nicht geklärt) bis zum 31.5.2022, das Projektteam besteht aus verschiedenen Professionen, die sich aus den Bereichen Mediendesign/Medienpädagogik, Sozialpädagogik und Wirtschaftswissenschaften zusammensetzen.

Fakten

Ziel des Projektes ist auf Seiten des Betriebes und der geflüchteten Beschäftigten Unsicherheiten zu nehmen und Fehleinschätzungen hinsichtlich der eigenen beruflichen und sozialen Handlungskompetenz zu vermeiden.

Durch die Projektidee werden standardisierbare Prozesse und Problemlagen in Betrieben transparenter und leichter verständlich gemacht. Dies kann in einfacher Sprache, mit oder ohne Untertiteln, in verschiedenen Sprachen, in gefilmten Realsituationen oder aber animiert erfolgen.

Prozessabfolge bei der Erstellung von Tutorials:

 

  • Komplexe Informationen können schnell erfasst werden, dies ist insbesondere hilfreich, wenn die Auszubildenden wenig Vorwissen besitzen
  • Tutorials eignen sich insbesondere gut für die Einführung in ein Thema
  • Tutorials bieten eine bessere Verankerung im Gedächtnis (ca. 50%)
  • Tutorials sind unabhängig von Ort und Zeit
  • Tutorials benötigen einen geringen Zeitaufwand bei hohem Nutzen (schnelle Informationsübermittlung)
  • Tutorials bieten eine Einsparung finanzieller und personeller Ressourcen auf Unternehmensseite

Gut zu wissen

Das Projekt wird auf städtischer und kommunaler Seite durch die beiden kommunalen Integrationszentren (KI`s) fachlich begleitet. In dem Zusammenhang sichern beide KI`s der Trägergemeinschaft den systematischen und strukturierten Austausch von Inhalten und Zielgruppen Eine gemeinschaftliche Öffentlichkeitsarbeit rundet die Zusammenarbeit ab.

Projektlogo

Respekt 2.0

Standort

Verein für allgemeine Weiterbildung (VabW)
Nordring 2
52477 Alsdorf

Laufzeit

Start
01.09.2020

Ende
31.08.2022

Zielgruppe

Zielgruppen bilden die sich bereits in der StädteRegion Aachen und der Stadt Aachen in Ausbildung befindlichen geflüchteten Menschen und die ausbildenden Betriebe. Zudem Frauen mit Fluchthintergrund sowie gedultete und gestattete Menschen.

Ansprechpartner*in

Dr. Bärbel Lückhoff
Dr. Bärbel Lückhoff
Soziologin
T 02404 550642
M 0157 34507905

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds

Kooperationspartner

© 2020 Sozialwerk Aachener Christen