Sozialwerk stadtweit – Unsere Standorte in Aachen

Das Sozialwerk ist seit seiner Gründung ein lebendiges System. Es hat sich in seiner ca. vierzigjährigen Geschichte immer wieder verändert – vor allem sind wir immer weiter gewachsen…

Die sich ständig verändernden Anforderungen, aber auch einige (meist schöne!) Zufälle haben dazu geführt, dass wir schon an zahlreichen Standorten, verteilt über das ganze Aachener Stadtgebiet, tätig waren. Heute sind die beiden Herzstücke des Sozialwerks Aachener Christen die ehemalige Nadelfabrik in der Rosstraße und das ehemalige Kloster auf dem Salvatorberg, die mit ihrer Geschichte, aber vor allem auch mit ihrer ganz besonderen Ausstrahlung ein (an-)sprechender Ausdruck unserer eigenen Geschichte und unserer sozialen Ziele sind. Rund um diese beiden Symbolorte sind wir derzeit an einer Reihe weiterer Standorte tätig.

Gegenwärtig finden Sie uns an folgenden Orten in Aachen:

Übersicht über alle Standorte

Übersicht über alle Standort

Die Rosfabrik

Nur wenige Meter entfernt vom Roskapellchen mit dem Streuengelche, den beiden Wahrzeichen des alten Aachener Arbeiterquartiers Rosviertel, steht die ehemalige Fabrik der Firma Jos. Zimmermann, die über 150 Jahre Nadeln der berühmten Marke „Eisbär“ für den Weltmarkt produzierte. Sieben Generationen waren die Häuser in der Rosstraße nicht nur Heimstätte der Nadelfabrik, sondern auch Wohnsitz der Familien Zimmermann-Jungbecker, die über sieben Generationen Inhaber des Betriebs und der zugehörigen Immobilien waren und gleichzeitig vor Ort wohnten. Die Jungbeckers, ganz besonders die letzte „Hausherrin“ Lipette, prägten die städtische Gesellschaft mit ihrem öffentlichen Auftreten und ihrem Engagement für das Viertel und seine Einwohner.

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Gästehaus und Kirche auf dem Salvatorberg

Hoch über der Stadt im Landschaftspark und doch nur wenige hundert Meter von der Aachener Innenstadt entfernt gelegen, ist das Ensemble von Kirche und Kloster auf dem Salvatorberg ein Ort der Stille und Besinnung. Als einer der ältesten Sakralbauten in Aachen, der als solcher bereits im 9. Jahrhundert von Ludwig dem Frommen errichtet wurde, gehören Kloster und Kirche seit dem Mittelalter zum Stadtbild.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die im 19. Jahrhundert in ihrer heutigen Form erbaute und heute denkmalgeschützte Salvatorkirche zusammen mit einem Neubau des Klosters durch den Oblatenorden betreut. Seither fungierte das Kloster auf dem Salvatorberg als ‚Gästehaus der Weltkirche’ mit vornehmlich Gästen von Misereor, Missio, vom Kindermissionswerk oder anderen Hilfsorganisationen...

 

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Der Lousberg

Das Öcher Wahrzeichen, das wir der Sage nach einer schlauen Marktfrau verdanken, ist uns in seiner Funktion als historischer Landschaftspark zur Pflege und behutsamen Gestaltung anvertraut – eine Aufgabe, die wir in enger Abstimmung mit den zuständigen Ämtern der Stadt und in ständigem Austausch mit den Bürger*innen vor Ort und der Lousberg-Gesellschaft seit Jahren gerne und verantwortungsvoll wahrnehmen. Das alte Forsthaus ist der Ankerpunkt unseres Grünteams und wird als Aufenthalts- und Schulungsraum genutzt. Sehr gerne würden wir dem schönen Gebäudekomplex, dessen einer Teil leider baufällig und derzeit nicht nutzbar ist, wieder zu altem Glanz verhelfen.

Die Alte Kaplanei - Erwerbslosenberatungsstelle

Die Erwerbslosenberatungsstelle "Alte Kaplanei" des Sozialwerks Aachener Christen ist seit 1986 eine Anlaufstelle für Arbeit suchende und erwerbslose Menschen. Seit einigen Jahren befindet sich das Büro mit einem umfangreichen Beratungsangebot in der Jülicher Straße 156.

DigiCamp - AiXQ 4.0

Das Sozialwerk Aachener Christen bietet im „Digital Camp“ alles rund um das Thema Digitalisierung an. Die praktischen und nützlichen Inhalte können Sie jederzeit mitgestalten!
Gerne können interessierte Bürger*innen Ihre Lernwünsche und Fragen rund um das Thema „Digitalisierung“ schon direkt mitbringen. Die Mitarbeiter*innen in der Heinrichsallee 10, 52062 Aachen stehen mit Rat und Tat zur Seite und freuen sich auf einen regen Zulauf.

Standort Tuchwerk

Mitten im grünen Soerstal ist das Sozialwerk mit zwei Projekten zu Gast im Tuchwerk, einer ehemaligen Textilfärberei aus Zeiten der Industrialisierung.

Bereits seit dem späten Mittelalter ist hier direkt am Wildbach, der von Laurensberg kommend Richtung Wurm fließt, die so genannte Stockheider Mühle nachgewiesen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie von der Firma Rzehak zu einem modernen Industriestandort ausgebaut, an dem Tuche aus regionaler Produktion gefärbt und später auch veredelt wurden. 1969 übernahm das renommierte (und letzte produzierende) Aachener Textilunternehmen Wilhelm Becker KG den Standort, um seine Stoffe selbst färben zu können, und erweiterte die Anlagen noch einmal beträchtlich. 2012 erwarb schließlich die heutige Eigentümerin, die Margarete Lorenz-Stiftung, den Standort, der seit Anfang der 1980er-Jahre ohnehin im Wesentlichen nur noch als Lagerstätte gedient hatte.

In einer umfangreichen Sammlung von Nachlässen, alten Maschinen, Werkzeugen und Textilprodukten sichert der Verein Tuchwerk e.V. gemeinsam mit der Stiftung an dieser Stätte das historische Gedächtnis der Aachener Textilindustrie. Nach und nach ist die Stockheider Mühle aber auch zu einem Ort der Begegnung und zur kreativen Heimat zahlreicher sozialer und kultureller Projekte geworden. Ein buntes Veranstaltungsprogramm von Theater und Musik über Kunst und Märkte öffnet das alte Werksgelände immer wieder auch für die breite Öffentlichkeit.

Ein wesentliches Ziel des Tuchwerks ist auch die Instandsetzung der alten Fabrikgebäude, die u.a. durch das Sozialwerk-Projekt FinQua getragen wird. Außerdem betreibt das Sozialwerk in der ehemaligen Wäscherei im Rahmen der Produktionsschule „TripleFactory“ eine Holz- und Metallwerkstatt.

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